Das Motto „Kontraste“ hatte sich unser Dirigent Kletus Cologna als Thema zum Kirchenkonzert in St. Wendelinus am 6. Mai 2012 ausgedacht. Alle drei Abteilungen, Vororchester, Jugendkapelle und der Musikverein waren bei diesem außergewöhnlichen Abend zu hören. Spannend war die Interpretation der einzelnen Musikstücke, die von verschiedenen Richtungen durch die Kirche klangen.
Der Musikverein, platziert am Altar, spielte mit „Leningrad“ von Billy Joel, aus dem gleichnamigen Film „The Rose“ von Armanda McBroom und „When You Believe“ von Stephen Schwartz aus „Der Prinz von Ägypten“, Stücke die aus dem Genre Filmmusik stammen und eher der Jugend zugeschrieben werden könnten. Hingegen erklang von der Jugendkapelle, die an der Seite der Orgel Platz genommen hatte, die klassische Sparte der Blasmusik. Mit dem „Adagietto“ für Flöte, konnte man Lena Burri, einfühlsam und klanglich mit sehr versiertem Ton als Solistin hören. Gleich mit zwei Solistinnen an den Klarinetten waren Nadja Haberstroh und Kathrin Szillat mit „Air für Zwei“ vertreten. Ted Huggens hatte diesen beiden romantisch träumerischen Musikstücken viel Ausdruckskraft verliehen, die in dieser meditativen Atmosphäre sehr gut zum Ausdruck kam.
Kontrastreich waren auch die beiden aus der Klassik stammenden Werke von W.A.Mozart und G.F.Händel. Diese rein klassischen Stücke wurden nun von einem dritten Standort, sehr fein und kammermusikalisch, nur von den Holzbläsern dargeboten. Hier vermischten sich zum ersten Mal Spieler aller drei Klangkörper miteinander. Gewagt und ausgesprochen modern und experimentell konnte man Dirigent Kletus Cologna an der Quer
flöte und an der selten gespielten Alt-Querflöte hören. Mit „Density 21.5“des Amerikaner Edgard Varèse wurde die ganze Bandbreite der Akustik des Instrumentes ausgeschöpft. Eher still und tiefsinniger erklang das „Requiem“ von Kazuo Fukushima, ein Stück das den Opfern der ersten Atombombe gewidmet ist. Als Schlusspunkt mit „Yellow Moutains“ von dem Holländer Jacob de Haan, konnte die Jugendkapelle noch einmal ihren wunderbaren schönen weichen Klang zum Tragen bringen. Aller spätestens wurde hier dann sehr deutlich, dass sich der Musikverein erst mal keine Sorgen um den Nachwuchs zu machen braucht. Mit Texten unterstrichen, vorgetragen von Melanie Kimmich, die ganz kurzfristig für den verhinderten Pfarrer Dresen eingesprungen ist, wurde der Abend um einen weiteren kontrastreichen Programmteil bereichert.
Mit viel Beifall belohnt, bedankte sich Kletus Cologna mit dem Stück „A Song For You“, dargeboten von allen Musikern des Abends. Aus drei verschiedenen Richtungen, mit drei Orchestern gleichzeitig gespielt, erklang nun dieses Abschlussstück, mit dem es unserem Dirigenten noch einmal gelungen ist, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. So ging dann für alle Beteiligten ein unvergessener interessanter und sicher manchmal etwas ungewöhnlicher Konzertabend zu Ende.















